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BSVG: Antrag zur Vorlage 19-10132 Linien- und Fahrplankonzept BSVG

BSVG: Antrag zur Vorlage 19-10132 Linien- und Fahrplankonzept BSVG

Antrag zur Vorlage 19-10132 Linien- und Fahrplankonzept der Braunschweiger Verkehrs-GmbH ab Oktober 2019;
15-Minutentakt abends sowie sonn- und feiertags der Stadtbahnlinie 3 zwischen Rathaus und Volkmarode.

Antrag vom 13.03.2019 des Stadtbezirksrat 112 – Wabe-Schunter-Beberbach und
Antrag vom 27.03.2019 des Stadtbezirksrat 120 – Östliches Ringgebiet (§ 94 Abs. 3 NKomVG)

 

Verwaltung und Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) werden gebeten nachfolgende Angebotsänderung zu prüfen und eine Bewertung für die Umsetzung zum Fahrplanwechsel am 3. Oktober 2019 zu geben:

Die Stadtbahnlinie 4 wird zu den Zeiten des Sternanschlusses am Rathaus auf den Linienweg Helmstedter Straße bis Rathaus verkürzt. Die am Rathaus endenden Fahrten wechseln auf die Stadtbahnlinie 3 und verkehren weiter nach Volkmarode bzw. umgekehrt.

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

Die BSVG wird nach Prüfung und Beratung mit der Verwaltung diesen Vorschlag zum Ende des Jahres 2020 umsetzen. Die Stadtbahnlinie 4 wird dann im Anschlussverkehr auf dem Abschnitt Helmstedter Straße – Rathaus verkehren. Die Fahrzeuge wechseln hier die Liniennummer und verkehren weiter als Stadtbahnlinie 3. Diese Linie wird somit auf dem Abschnitt Rathaus – Gliesmarode auf einen 15 Minutentakt verdichtet. Da noch keine Wendemöglichkeit in Gliesmarode besteht, verkehren alle Fahrten, bis zur Inbetriebnahme einer dortigen Wendemöglichkeit, bis nach Volkmarode.

 

Ab dem 13. Dezember 2020 verkehrt die Regionalbahn 47 zwischen Braunschweig und Uelzen täglich bis 23:00 Uhr im Stundentakt. Der Bahnhof Gliesmarode erhält damit eine höhere Bedeutung für Pendlerinnen und Pendler aus dem nördlichen Umland. Es ist davon auszugehen, dass die Taktverdichtung der Regionalbahn zu Fahrgaststeigerungen an allen Wochentagen führt. Die zusätzlichen Stadtbahnfahrten, insbesondere in den Abendstunden sowie sonn- und feiertags, gewähren deutlich günstigere Übergangszeiten zu den Zügen und verkürzen die Reisezeit aus dem nördlichen Umland in die Braunschweiger Innenstadt.

 

Für die Beurteilung des Antrages waren weitere Analysen erforderlich. Es wurde insbesondere das Fahrgastaufkommen auf dem Abschnitt Hagenmarkt – Radeklint in der Schwachverkehrszeit der Stadtbahnlinie 4 ausgewertet. Das Fahrgastaufkommen zwischen Hagenmarkt und Radeklint beträgt in der Schwachverkehrszeit etwa 5 Fahrgäste/Fahrt. Montag – Freitag werden somit in den Abendstunden insgesamt etwa 50 Fahrgäste, samstags 120 Fahrgäste sowie sonn- und feiertags ganztägig 250 Fahrgäste gezählt. Eine Taktverdichtung entlang der Gliesmaroder Straße lässt deutlich mehr Fahrgäste erwarten, was für die Verlagerung der Leistung spricht.

 

Während die von der Stadtbahnlinie 4 bedienten Haltestellen Hagenmarkt und Radeklint auch von weiteren Stadtbahn- und Buslinien bedient werden und somit attraktive Alternativen bestehen, entfällt zukünftig eine Bedienung der Haltestelle Alte Waage in der Schwachverkehrszeit. In der Haupt- und Nebenverkehrszeit (Montag bis Freitag von 6:00 bis 20:30 Uhr und Samstag von 9:00 bis 20:30 Uhr) verkehrt die Linie 4 unverändert auch im Abschnitt Hagenmarkt – Radeklint.

 

Fahrgäste mit dem Ziel Alte Waage können mit einem zusätzlichen Fußweg von 220 m die Bushaltestelle Packhof erreichen. Von dort fahren mehrere Buslinien in Richtung Westen ab. Fahrgäste mit Zielen im Osten der Stadt müssen die Haltestellen Radeklint oder Hagenmarkt ansteuern.

 

Fahrgäste aus den angrenzenden Straßen (Kaiserstraße, Großer Hof, Beckenwerkerstraße, Neuer Weg) können bereits heute fußläufig bei selber Wegelänge die Haltestellen Hagenmarkt, Am Wendenwehr und Radeklint nutzen, die zugleich mit mehreren Linien und somit dichteren Takten bedient werden, als die Haltestelle Alte Waage. Somit besteht für die Anwohnerinnen und Anwohner keine signifikante Verschlechterung des ÖPNV-Angebotes.

 

Die Umsetzung kann mit gleichem Fahrzeugeinsatz erfolgen. Die in Folge der längeren Fahrstrecke höheren Betriebskosten von ca. 80.000 EUR pro Jahr werden im Wirtschaftsplan der BSVG 2021ff abgebildet.

 

Quelle: Ratsinfo Braunschweig
28.02.2020

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