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VRB: „Nicht länger vertrösten“ – Günstigere Schülertickets noch 2019?

VRB: „Nicht länger vertrösten“ – Günstigere Schülertickets noch 2019?

Braunschweig. Der Jugendring Braunschweig und der Braunschweiger Stadtschülerrat fordern Politik und Verwaltung auf, den Ratsbeschluss zur Einführung kostengünstigerer Schülermonatsfahrkarten zum kommenden Schuljahresbeginn umzusetzen. Das teilt der Jugendring in einer Pressemitteilung mit.

Im September letzten Jahres habe der Rat der Stadt ohne Gegenstimmen beschlossen, dass zum Schuljahr 2019/2020 deutlich kostengünstigere Schülermonatsfahrkarten eingeführt werden sollen. Diese sollten nach Möglichkeit regional gelten und nicht mehr als 15 bis 20 Euro für das Stadtgebiet kosten. Für den Fall, dass sich abzeichne, dass eine regionale Lösung nicht zustande komme, sollte in 2019 ein Schülerticket eingeführt werden, das zunächst ausschließlich im Stadtgebiet Braunschweig gilt.
Mittlerweile stehe fest, dass eine regionale Lösung zum kommenden Schuljahresbeginn ausgeschlossen ist, sodass nun eine kommunale Lösung umgesetzt werden müsse, so die Forderung.

„Wir erwarten von den Fraktionen, dass sie zu ihren Beschluss stehen, und die Verwaltung nun beauftragen, alle nötigen Schritte in die Wege zu leiten, dass spätestens ab dem 1. September 2019 Braunschweiger Schülerinnen und Schüler für nicht mehr als 20 Euro im Monat im Stadtgebiet Braunschweig Bus und Bahn fahren können“, sagt Anna-Lena Werner vom Stadtschülerrat Braunschweig.

„Gehen davon aus, dass die Fraktionen zu ihrem Wort stehen“

„Wir gehen fest davon aus, dass die kommunale Lösung nun umgesetzt wird, da die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken, die damals den Antrag zur Einführung kostengünstiger Schülerfahrkarten in den Rat eingebrachten, sowie weitere Fraktionen, die dem Antrag zustimmten, bei der letzten Schulausschusssitzung deutlich gemacht haben, dass sie zu ihrem Wort stehen werden“, fügt Kai Fricke vom Jugendring Braunschweig hinzu.

Gelegenheit dazu werden sie und auch alle anderen Fraktionen schon bei der nächsten Schulausschusssitzung am 14. Juni und bei der folgenden Ratssitzung am 25. Juni haben, wenn das Thema das nächste Mal auf der Tagesordnung stehen wird.
„Mit der Umsetzung einer kommunalen Lösung wollen wir keinesfalls Standards für eine spätere regionale Lösung setzen. Selbstverständlich haben die regionalen Akteure das Recht, davon unvoreingenommen eigene Entscheidungen zu treffen, denen wir nicht vorweg greifen wollen“, sagt Hendrik Hübner vom Stadtschülerrat Braunschweig.

„Wir wissen es auch sehr zu schätzen, dass die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Braunschweig am 6. Dezember 2018 beschlossen hat, ein Schülerticket als Netzkarte im Verbandsgebiet des Regionalverbandes Großraum Braunschweig einzuführen, und möchten uns an dieser Stelle bei allen Akteuren bedanken, die diesen Beschluss ermöglicht haben“, ergänzt Fabian Zöller vom Stadtschülerrat Braunschweig.

Einsatz seit 2011

„Wir bitten aber um Verständnis, dass die Braunschweiger Schülerinnen und Schüler nach ihrem nun seit 2011 währenden Einsatz für kostenlose/kostengünstigere Schülerfahrkarten nicht mehr länger vertröstet werden wollen und daher auf die Umsetzung einer kommunalen Lösung pochen, bis diese dann von einer regionalen Lösung abgelöst wird“, schließt Leo Könneke vom Stadtschülerrat Braunschweig.

 

Quelle: RegionalBraunschweig
21.05.2019

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