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BSVG: Ab Oktober 2019 Braunschweigs neuer Fahrplan

BSVG: Ab Oktober 2019 Braunschweigs neuer Fahrplan

Hintergundinformationen

Der neue Fahrplan für Braunschweig ab Oktober 2019

Unsere Löwenstadt ist Oberzentrum der Region Braunschweig und gewinnt immer weiter an Attraktivität. Durch neue Gewerbestandorte und Wohngebiete befinden sich einige Stadtbereiche besonders stark in der Weiterentwicklung. Dementsprechend entfalten sich auch die Verkehrsbeziehungen innerhalb Braunschweigs und in die Region, auf die der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) als eine zentrale Säule im Mobilitätsmix ausgerichtet sein muss.

Schon heute ist auf einigen Abschnitten der Bus- und Stadtbahnlinien eine steigende Nachfrage zu verzeichnen, die mit der vorhandenen Fahrplan- und Liniennetzstruktur nicht optimal abgedeckt werden kann. Die letzte Liniennetzreform in Braunschweig ist inzwischen gut 10 Jahre her. Damit der ÖPNV die positive Entwicklung unserer Stadt nachhaltig unterstützen kann, haben Verwaltung und Braunschweiger Verkehrs-GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig die Stadtbereiche analysiert und darauf aufbauend ein neuen, bedarfsgerechten Fahrplan entwickelt. Dazu gehören in Teilen auch Änderungen im Liniennetz.

Bevor die Ratsgremien der Stadt Braunschweig im Mai 2019 einen Beschluss über die Umsetzung des Fahrplankonzeptes zum Oktober 2019 fassen, stellen wir Ihnen die Eckpfeiler und Grundzüge der Planungen auf diesen Seiten vor.

 

 

 

Stadtbereiche

Wo ändert sich was?

Erfahren Sie auf einen Blick, ob und wie sich gewohnte Linien in Ihrem Stadtbereich ändern und welche Fahrtmöglichkeiten Sie ab Oktober 2019 haben:

Fahrplanwechsel ist am 03. Oktober 2019
Hier finden sie alle Informationen zum neuen Fahrplankonzept der Braunschweiger Verkehrs-GmbH -> Hier zum Konzept
Quelle: Braunschweiger Verkehrs-GmbH / Stadt Braunschweig
27.02.2019
PM Stadt Braunschweig
Einen Takt besser: Der neue Stadttakt startet im Oktober
Stadtverwaltung und Verkehrs-GmbH stellen optimiertes Angebot vor
Braunschweig.Verkehrs-GmbH und Stadt investieren seit einigen Jahren deutlich in ein attraktives Fahrplanangebot. Ab Oktober 2019 folgt mit dem neuen Fahrplan nun der nächste Schritt für einen zukunftsfähigen, attraktiven ÖPNV in der wachsenden Großstadt Braunschweig. Mit dem Stadttakt Braunschweig wird auf allen Hauptlinien der 15-Minuten-Grundtakt eingeführt.Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und Verkehrs-GmbH-Geschäftsführer Jörg Reincke stellten die Neuerungen heute in einem Pressegespräch vor. Der Verwaltungsausschuss entscheidet in seiner Sitzung am 14. Mai über den Vorschlag.Oberbürgermeister Ulrich Markurth: „Wir unternehmen große Anstrengungen, um den Bürgerinnen und Bürgern einen attraktiven ÖPNV zu bieten. Nun ist es an der Zeit, das Angebot an die Veränderungen in Braunschweig anzupassen. Unsere stadtweite Bautätigkeit der vergangenen Jahre erfordert es, die Mobilität der Menschen im Blick zu behalten. Stadtquartiere verändern sich über die Jahre, und durch bessere Angebote auf vielen Regionalbahn- und -buslinien ändert sich die Nachfrage an wichtigen Haltepunkten.“ Dem wollen Stadtverwaltung und Verkehrs-GmbH mit dem neuen Angebot nachkommen. Gleichwohl werde es auch an einigen Stellen eine Reduzierung des Angebots geben – dort, wo die Nachfrage geringer geworden ist. „Unter dem Strich machen wir mit der Einführung des Stadttaktes und dem neuen Angebot einen großen Schritt nach vorne“, sagte Markurth. 

„Es ist aus meiner Sicht gelungen, eine vertretbare Balance zwischen Leistungsumverteilung, Leistungserweiterung und Kosten zu finden“, so Markurth weiter. „Das neue Fahrplan- und Linienkonzept kostet uns zusätzlich rund eine Million Euro jährlich. Ich bin mir sicher, dass dies eine lohnenswerte Investition in die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sein wird.“

 

Markurth erinnerte daran, dass es bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 deutliche Verbesserungen gegeben hatte. Durch die Mittel, die die Oberbürgermeister der Region gemeinsam eingeworben hatten, wurde damals der Regionalverkehr deutlich erhöht. Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH hatte in diesem Zuge ihr Angebot im Abend- und Spätverkehr erheblich ausgeweitet.

 

Im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland hat der ÖPNV in Braunschweig einen unterdurchschnittlichen Anteil an der Gesamtmobilität von nur rund 10 Prozent. Ziel der Stadt ist es, diesen zu erhöhen. Dem dient die jetzt vorgeschlagene Angebotserweiterung. In diesem Jahr werde die Verwaltung zudem beginnen, einen Mobilitätsentwicklungsplan zu erarbeiten, wie Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer erklärte: „Wir wollen den Anteil des ÖPNV regionsweit erhöhen. Letztlich geht es darum, die Kombination der unterschiedlichen Mobilitätsarten – vom Fußgänger über Fahrrad und das bis zu Bus, Straßenbahn und Zug – noch weiter zu optimieren, auch mit Rücksicht auf die Verkehrs- und Umweltbelastung unserer Stadt. Für diesen partizipativen Prozess brauchen wir zwei bis drei Jahre. Da wir aber mit wichtigen Anpassungen nicht solange warten wollen und können, legen wir jetzt schon mit dem ersten Schritt in der Angebotsverbesserung los.“

 

Denn ein attraktiver ÖPNV, so Leuer, werde mehr genutzt. Und das sei nicht nur gut für die Umwelt, es habe auch Auswirkungen auf die Gestaltung von Baugebieten. „Wenn sich die Investoren um Mobilitätskonzepte bemühen, eine gute ÖPNV-Anbindung besteht und die Nahversorgung zu Fuß oder mit dem Fahrrad in einem Radius von zehn Minuten erreichbar ist, dann können wir den Stellplatzschlüssel für dieses Gebiet reduzieren. Das spart Fläche, die in Braunschweig bekanntermaßen begrenzt ist, und auch Geld für den Investor“, sagte der Stadtbaurat weiter.

 

Jörg Reincke, Geschäftsführer Braunschweiger Verkehrs-GmbH, stellte die Grundzüge des neuen Stadttakts vor: „Mit dem Stadttakt Braunschweig bringen wir die Fahrpläne der Hauptlinien auf eine einheitliche Taktfamilie im 15-Minuten-Grundtakt. Dieser wird an Schultagen auf Streckenabschnitten mit besonders hoher Fahrgastnachfrage durch zusätzliche Fahrten ergänzt. So bieten sich den Fahrgästen künftig in vielen Bereichen der Kernstadt 7/8-Minuten-Takte, in manchen Abschnitten sogar 5-Minuten-Takte. Grundsätzlich gilt: je dichter an der Innenstadt, desto dichter die Taktfolge aus der Überlagerung mehrerer Linien.“

 

Neben vielen Optimierungen von Umsteigebeziehungen und der gleichmäßigen Vertaktung von Linien, wird im Besonderen die Relation Hauptbahnhof – Innenstadt gestärkt. Dies steht mit Angebotsverbesserungen des Regionalverbandes Großraum Braunschweig in Verbindung. Dieser stärkt sowohl den regionalen Eisenbahn- wie auch Busverkehr und beteiligt sich finanziell. Außerdem nimmt der neue Fahrplan auch die Tagesrandzeiten in den Blick: Im Abendverkehr sowie sonn- und feiertags gibt es insbesondere für gewachsene Stadtteile ein verbessertes Angebot.

 

Neu im Liniennetz ist die Stadtbahnlinie 10. Sie fährt vom Hauptbahnhof über John-F.-Kennedy-Platz und Rathaus nach Rühme. Damit verstärkt sie die Linie 1 von Hauptbahnhof bis Rühme und zusätzlich vom John-F.-Kennedy-Platz bis zum Gesundheitsamt die Linie 2. Durch eine abgestimmte Taktung der Linien entsteht so auf diesem stark nachgefragten Streckenabschnitt vom Hauptbahnhof bis zur Hamburger Straße ein 5-Minutentakt.

 

Für das neue Angebot wird zusätzliches Fahrpersonal eingestellt und es werden vier Busse angeschafft, zusätzliche Straßenbahnzüge sind nicht erforderlich. Reincke betonte, dass selbst so große Veränderungen niemals alle Nutzerinnen und Nutzer zufriedenstellen könnten, da jeder bewerte, ob sie aus seiner Sicht einen individuellen Vorteil bringen. „Insgesamt ist es aber eine echte Verbesserung, denn durch Optimierung, Umverteilung und Ausweitung von Leistung und eine bessere Harmonisierung der Angebote in der Kernstadt und am Hauptbahnhof, wird das Netz in Braunschweig zukunftsfähig ausgerichtet. Vor allem in den Außenbereichen wie Waggum oder Bevenrode, in die wir deutliche Mehrleistungen geben, erwarten wir mehr Fahrgäste“, sagt Reincke. „Die Konzeption berücksichtigt bereits in vielen Bereichen den geplanten Stadtbahnausbau. Wenn dieser abschnittsweise realisiert wird, gibt es natürlich weitere Veränderungen im Liniennetz.“

 

Das neue Angebot wird ab heute im Internet auf www.verkehr-bs.de/fahrplanwechsel vorgestellt. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger über Veränderungen und die zukünftigen Linienwege informieren. Ab Ende August 2019 wird mit der detaillierten Fahrgastinformation begonnen. Die konkreten Fahrplandaten stehen dann über die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) und vielfältige Druckerzeugnisse wie z. B. Fahrplanbuch und Linienflyer zur Verfügung. Der Fahrplanwechsel erfolgt zum Beginn der Herbstferien am 3. Oktober 2019.

 

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Beschlussvorlage 19-10132: Linien- und Fahrplankonzept der Braunschweiger Verkehrs-GmbH ab Oktober 2019

 

Stadt Braunschweig – Referat Kommunikation – Platz der Deutschen Einheit 1 – 38100 Braunschweig
Pressesprecher: Adrian Foitzik, Rainer Keunecke, Juliane Meinecke
Telefon (0531) 4 70-2217, -3773, -2757; Telefax: (0531) 470-2994
Internet: http://www.braunschweig.de – Email: kommunikation@braunschweig.de
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