ÖPNV Ticker: SPB: Im Grundsatz dafür: Rat lässt Straßenbahn-Planung starten

SPB: Im Grundsatz dafür: Rat lässt Straßenbahn-Planung starten

Foto: Verkehr-bs

Braunschweig. Die Erweiterung des Straßenbahnnetzes in Braunschweig hat eine erste große parlamentarische Hürde genommen: Mit nur zwei Enthaltungen fasste der Rat am Dienstagabend einen Grundsatzbeschluss – und beauftragte die Verwaltung gleichzeitig mit weiteren Planungen.

Die meisten sahen „eine historische Chance“ (Rainer Jungnickel, Grüne), den Verkehr in Braunschweig an die künftigen Einwohnerzahlen anzupassen: Bis 2030 dürfte die Stadt mehr als 270.000 Menschen zählen. Doch über die einzelnen Trassen ist mit dem heutigen Beschluss noch nicht entschieden.

Ohnehin betonte Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD), dass die eigentliche Detailarbeit jetzt erst losgehe – und sowohl die Bürger als auch die einzelnen Bezirksräte „weiter intensiv“ in die Vorbereitungen mit einbezogen werden sollen.

Wie berichtet, soll das Gleisnetz der Straßenbahn bis zum Jahr 2030 um 18 Kilometer auf 57 Kilometer Länge wachsen. Ab 2020 sollen die Arbeiten in drei Stufen stattfinden – so jedenfalls besagt es das Konzept.

Kritik von der BIBS

Doch bis es so weit ist, werden der heutigen Debatte noch zahlreiche weitere Diskussionen folgen. So fürchteten beispielsweise Reinhard Manlik (CDU) und Wolfgang Büchs (BIBS), dass heute durchgängig fahrende Buslinien zugunsten der Straßenbahn geteilt werden – und die Fahrgäste künftig umsteigen müssen, wo sie heute noch durchgängig unterwegs sein können.

Ohnehin zeigte sich Büchs als der kritischte Diskussionsteilnehmer: Er sieht die Gefahr, dass der Braunschweiger Straßenbahn-Ausbau überdimensioniert sei und Busse zu reinen Zubringern degradiere.

Damit befand er sich jedoch in der klaren Minderheit. Geht es nach der Meinung von OB Markurth, habe die Stadt durch das Konzept die Chance, „von einer Verkehrs-Kompetenzregion zu einer Verkehrs-Referenzregion“ aufzusteigen.

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